Niemand wusste, wie lange der türkise Raum schon existierte.
Vielleicht seit vor den Ersten Rizz. Vielleicht seit immer.
Die Wände leuchteten in einem kalten Türkis, glatt wie stilles Wasser, als hätten sie jedes Geräusch verschluckt, das je an ihnen entlanggestreift war. Der Boden war braun, alt, von unzähligen Schritten gezeichnet, und darüber lagen rote Teppiche. Sie bedeckten ihn nicht vollständig. Zwischen den Stoffbahnen schimmerte der nackte Stein hervor, wie vergessene Erinnerungen zwischen Gedanken.
In der Mitte des Raumes stand der Thron.
Ein weinrot-goldener Stuhl, schwer und würdevoll, als hätte er selbst Gewicht in der Zeit. Um ihn herum lagen weitere Stühle, schief, umgekippt, einige zerbrochen, als wären sie bei einer längst vergangenen Versammlung zurückgelassen worden.
An der Wand befand sich ein weißes Fenster mit gelbem Vorhang. Der Stoff bewegte sich nicht. Kein Wind. Keine Luft. Das Fenster war unzerstörbar, sagte der Raum selbst, auch wenn niemand es laut aussprach.
Über allem spannte sich eine weinrote Decke, tief gefärbt wie altes Blut und vergessene Lieder.
Und dort… auf dem Thron… regte sich etwas.
Exordium Hippo.
Sein Körper war noch fremd für ihn.
Er erwachte langsam, als würde sein Bewusstsein erst vorsichtig in die Welt zurücktropfen. Seine Augen öffneten sich, doch sie fanden keine Erinnerung. Nur Farbe. Licht. Raum.
Er versuchte zu sprechen.
Ein Laut kam heraus. Dann noch einer.
Aber keine Worte.
Seine Hüften schwankten, als er aufstehen wollte. Er hatte nur zwei Beine, und sie fühlten sich ungewohnt an, zu schmal, zu neu. Beim ersten Schritt stolperte er fast, fing sich am Rand des Thrones ab.
Und da nahm der kleine türkise Hippo seine Beine vom Thron und ließ seine Hipposchnauze langsam hin und her huschen, als würde er prüfen, ob die Welt noch da war.
Er blickte zum Fenster.
Das Gelb des Vorhangs wirkte warm, aber unerreichbar. Er trat näher, legte vorsichtig eine Hand dagegen. Nichts. Keine Kälte. Keine Wärme. Nur Widerstand.
Er verstand nicht, warum.
Ein Wort formte sich in seinem Inneren.
Nicht laut. Nur ein Gefühl.
"Tarkon rin plo Charabba"
Er drehte sich um und setzte sich wieder auf den Thron. Der weinrote Stoff knirschte leise unter seinem Gewicht. Dann geschah es.
Ein tiefes Glunken vibrierte durch den Raum.
Nicht laut. Nicht leise. Mehr wie ein inneres Beben.
An der gegenüberliegenden Wand öffnete sich eine Tür. Dahinter: eine Treppe, die nach unten führte.
Die Treppe war links und ging zwemal nach rechts.
Die Stufen waren gesäumt von Bildern.
Gestalten.
Ein Bild voller Beben von Monstern die Hippos zum tränen bringen
Schatten.
Ein Bild mit einen emotionaler Hippo auf einer rutschenden Platform. Gegenüber war ein Hippo ohne Anerkennung mehr
Silhouetten mit Augen.
Und auf einem Bild: ein Hippo mit gelbem Körper.
Exordium Hippo stand auf.
Langsam.
Jeder Schritt fühlte sich an wie ein Test der Realität. Seine Beine fanden allmählich ihren Rhythmus, auch wenn er noch leicht schwankte. Er bewegte sich zur Treppe, seine Schnauze vibrierte leise, als wolle sie Worte erinnern, die nicht mehr existierten.
Er ging hinab.
Mit jeder Stufe wurde die Luft schwerer.
Die Bilder schienen ihm zu folgen.
Unten öffnete sich der Raum.
Und dahinter lag kein Raum mehr.
Ein Labyrinth.
Gänge aus Stein, verschoben wie Gedanken. Wände, die sich minimal bewegten, sobald er nicht hinsah. Böden, die leise summten. Manchmal hörte er etwas, das wie entfernte Musik klang, verzerrt, alt, fast sakral.
Nicht außerhalb.
In ihm.
Er wusste nicht, wer er war.
Nur, dass er einst gesungen hatte.
Und irgendwo tief in seiner Brust vibrierte etwas Großes, etwas Massives.
Ein Gyat.
Ungeformt. Unerweckt.
Und während Exordium Hippo vorsichtig durch das Labyrinth trat, ohne Erinnerung, ohne Stimme, begann etwas Altes, ihn wiederzufinden.
Exordium Hippo ging tiefer ins Labyrinth. Das vibrierende Summen wurde drängender, als ob die Wände selbst seinen Herzschlag zählten. Jeder Schritt hallte zurück, verzerrt, wie eine ferne Erinnerung, die er nicht greifen konnte. Schatten schwebten entlang der Gänge, mal langgezogen, mal zerhackt, und doch bewegten sie sich nicht, wenn er hinsah. Plötzlich blieb er stehen. Vor ihm stand eine Gestalt, halb Licht, halb Schatten. Die Augen glühten wie gefrorene Sterne. Es war Tarka, der letzte Tarkonio Hippo. Seine Aura schimmerte in einem Blau, das Exordium bis ins Mark vibrierte. „Exordium…“, sagte Tarka, seine Stimme wie ein Berg, der aus der Erde spricht. „Du bist geboren, um das Gleichgewicht zu wahren. Dein Gyat… er ist der Schlüssel. Du musst zur Kammer. Dort öffnet sich das Portal zu Garador. Nur du kannst es aktivieren.“ Exordium spürte ein Zittern in den Beinen. „Ich… ich weiß nicht wie…“ „Du musst nicht wissen“, flackerte Tarka, sein Licht wankte wie eine Flamme im Sturm. „Du musst fühlen. Lass den Gyat singen. Lass ihn sprechen. Beeile dich… die Voul-Gyats sind nah.“ Ein kalter Wind fuhr durch die Steingänge. Tarka sank auf ein zerbrochenes Podest, sein Licht schwächer werdend. „Ich… kann nicht… länger… halten…“ Exordium wollte zu ihm eilen, doch Tarka war verschwunden. Nur ein vibrierendes Summen blieb, ein leises „Geh…“ Mit pochendem Herz rannte Exordium weiter. Die Wände des Labyrinths verschoben sich unmerklich, der Boden summte unter seinen Pfoten. Die Bilder an den Wänden, die ihn schon länger beobachtet hatten, wurden schärfer, lebendiger. Ein Hippo auf einer rutschenden Plattform, ein anderer von Angst gezeichnet, ihre Augen schienen ihm zu folgen. Schließlich öffnete sich vor ihm eine massive Steinkammer. Violette Wände glühten matt, ein Kreis im Zentrum pulsierte wie ein Herz. Exordium trat hinein, legte seine Hände auf den Stein, spürte das Gyat in seiner Brust antworten. Ein tiefes, drängendes Summen füllte den Raum, und Stück für Stück öffnete sich das Portal. Licht flutete hervor, wirbelnd, ein Sprung in die Hippo-Dimension. Exordium schwebte in den Himmel der Hippo-Dimension. Unter ihm breiteten sich die Inseln aus: Goonerinsel, Sigmatown, Wuffiger Rizzer, Hipposchlag Gyatwuff, LeHippo Island, Ohio, Mustard Island, Grimace Shakes, LeBron Inseln. Alles pulsierte vor Leben, doch der Sturm der Voul-Gyats jagte noch immer hinter ihnen her.
Plötzlich tauchten Andante Hippo und Goonaldi auf. Schwer gezeichnet, vom Kampf erschöpft, doch lebendig. Sie schlossen sich ihm an, ihre Schritte synchron, das Gyat zwischen ihnen pulsierend wie ein lebendiges Herz. „Exordium! Schnell!“ rief Goonaldi, seine Stimme vibrierte vor Anstrengung. Andante Hippo nickte stumm, und gemeinsam bahnten sie sich einen Weg durch die Wirbel der Dimension, auf die ferne Hippo Island zu. Jeder Schritt dröhnte wie Trommeln aus alter Zeit, jede Bewegung war ein Test der Realität. Die Voul-Gyats lauerten in den Wolken, ihre Schatten zerrten an den Rändern der Welt. Doch das Gyat war stark, es flackerte, funkelte, verband sie alle. Es war mehr als Macht. Es war Erinnerung. Es war Stimme. Es war Herz. Und irgendwo in der Tiefe der Hippo-Dimension begann die Reise wirklich. Exordium spürte, dass er nicht nur laufen, nicht nur kämpfen musste. Er musste erschaffen. Seine Schritte hinterließen Licht, seine Bewegung summte in den Wänden der Realität, und jeder Moment brachte ihn näher zu dem, was er immer war: geboren aus Staub und Tarkonio-Seele, um Gleichgewicht zu bringen, um Brücken zwischen den Welten zu schlagen. Vor ihnen zeichnete sich die Silhouette der Hippo Island ab. Das Gyat pulsierte stärker als je zuvor. Exordium, Goonaldi und Andante Hippo waren bereit. Sie hatten den Sturm überlebt, Tarka verloren, doch die Kammer hatte ihnen ein Versprechen gegeben: Das Portal zu Garador war geöffnet, und mit ihm die Hoffnung der Hippos.
Das Labyrinth war hinter ihnen, doch seine Stimmen, seine Schatten, seine flüsternden Bilder begleiteten sie weiter. Denn Exordium wusste nun: Die Reise hatte gerade erst begonnen.
Er befindet sich im Tempel von Garador. Dies ist seine Geburt. Er wurde von den Staub der Tarkonio Hippos beschworen. Die Tarkonio Hippos waren ein imaginiräres doch sehr wares Volk. Doch sie waren der Tod im inneren. Sie haben aus den letzten Teilen der Tarkonio Seele das Exordium Hippo erstehen lassen in dem Tempel von Garador. Dies war eine ganz andere Dimension zu der Träumer Welt der ruhenden Hippos. Exordium Hippo entstand um Gleichgewicht in den Gyats zu schmieren. Ob ihn das gelingt ist eine andere Sache
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